#9 So viel Normalität wie möglich – Arche Herzensbrücken
Shownotes
In dieser Episode zu Gast: Mag. Horst Szeli, Initiator, Gründer und Geschäftsführer der Arche Herzensbrücken
Kontakt: Arche Herzensbrücken, ein Projekt des Fördervereins Kinder- und Jugendhospizarbeit, Hermannstalstraße 558, 6100 Seefeld in Tirol, Website: https://www.herzensbruecken.at, E-Mail: info@herzensbruecken.at
Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um schwer erkrankte Kinder und kurz um einen schweren Unfall. Hör nur rein, wenn es sich für dich gerade gut anfühlt.
------
Moderation & Ideengeberin | Christina Sternig, BA – Aktivistin, Trainerin für SeelenSport®, Unternehmerin, Autorin
Musik | Franz Eller – Ridi Spesso
Ein Projekt der © Sodiwi – Soziale Dienste Wipptal
Transkript anzeigen
00:00:00: Heute werfen wir einen Blick über die Grenzen des Wipthals hinaus.
00:00:04: Wir blicken nach Seefeld in Tirol, dort gibt es eine einzigartige Möglichkeit für Familien mit schwer erkrankten Kindern eine Auszeit ein Urlaub für die komplette Familie zu haben.
00:00:21: Herzfrequenz
00:00:22: im Wiphtal Ein Podcastprojekt der Wiphthaler sozialen Dienste Sodiwi Von und mit Christina Sternig.
00:00:35: So, dann haben wir heute mal bei Herzfrequenz in Wipthal einen ganz besonderen Gast.
00:00:43: Wir haben uns ja vorgenommen die Organisationen im Wipathal vorzustellen aber heute gehen wir einmal ein kleines Stück über die Wiphtala-Grenzen hinaus weil das Projekt einfach so weit ich sogar weiß im deutschsprachigen Raum einzigartig ist.
00:00:58: Nicht überall, sondern nur bei uns und zwar die Archenherzensbrücken.
00:01:02: Sie bieten Familie mit schwer erkrankten Kindern einen Ort zum Auszeit machen, zum Durchatmen Kraft danken und sich versuchen zu erholen von dem Alltag.
00:01:14: Und ich habe heute bei mir den Horst Selib der Gründer- und Geschäftsführer von den archen Herzensbrück.
00:01:20: Hallo Horst!
00:01:20: Schön dass du da bist.
00:01:21: Guten
00:01:21: Morgen Christian, guten Morgen.
00:01:23: Servus ja sehr schön das du halt da bist.
00:01:25: wie gesagt dein Projekt ist einfach einzigartiger.
00:01:28: Vielleicht magst du uns einfach einmal erklären ganz am Anfang, was ist die Ache Herzensbrücke?
00:01:33: Wenn sie jemand nicht kennen würde.
00:01:35: Wie würdest Sie ihn vorstellen?
00:01:37: Ja wenn es in zwei kurzen Sätzen sagen sollte dann sage ich Die Ache Herzensbrücken ist ein einzigartiger Rückzugsort auf Zeit für Familien mit schwer kranken Kindern zum gemeinsamen Auszeit nehmen und zum Kraft danken.
00:01:52: Und das heißt, ihr habt in Hotel-Räumlichkeiten ein Hotel.
00:01:56: In denen ihr wirklich den Familien auch dieses Hotellerlebnis bieten könnt mit diesen schwer erkrankten Kindern.
00:02:02: Also ihr habt ja unglaubliche einzigartige Kombination von Pflege und Urlaub in einem?
00:02:09: Genau!
00:02:10: Die Familien mit schwer erkranken Kindern wenn sie irgendwo mal hinfahren dann ist es eine Pflegeeinrichtung, eine Rehaklinik, eine Kuranstalt aber es bietet nie Normalität.
00:02:21: Die Familien sagen oft, wir sind eine ganz normale Papa-Mama.
00:02:23: Wir haben gesunde Geschwisterkinder und wir haben auch ein erkranktes Kind.
00:02:26: Aber trotzdem sind wir immer nur das erkrankte Kind.
00:02:29: Und wir haben gesagt, wir wollen dir einen Stück Normalität schenken.
00:02:32: Dadurch dass unsere Einrichtung Hotelcharakter hat ist es wirklich einzigartig im deutschsprachigen Raum.
00:02:39: Das heißt die Familie kommen hin und vom Parkplatz an weg haben sie das Gefühl, auch Sie dürfen zumindest eine Woche mal ein bisschen Normalität erleben oder sich wie eine normale Familie auch.
00:02:50: bei all den Besonderheiten diese haben, also so viel Normalität wie möglich und so viele Besonderheit wie nötig.
00:02:57: Das ist unser Kledor.
00:02:59: Das heißt ihr bietet dann auch Programme rundherum für die gesunden Geschwisterkinder was glaube ich auch ganz wichtig ist dass sie auch einmal ihre Auszeit bekommen und die wichtig sind weil natürlich sind sie immer wichtig aber natürlich wenn ein pflegebedürftiges Geschwester da ist es natürlich immer schwierig.
00:03:17: das heisst ihr habt Ja, biet jetzt auch den Geschwisterkinder normaler auszeit.
00:03:22: Diese Normalität der Familie die man für uns so seit verständlich ist, kommt dann auch für diese Kinder einmal zum Zuge das sie im Mittelpunkt stehen und dass sich auch bewusst um sie gekonnt wird?
00:03:33: Genau!
00:03:33: Natürlich ist eine der Schwerpunkte sein des Erklangtikindes ganz klar.
00:03:37: also nur wenn wir das erklangte Kind mit diplomierten Pflegekräfte von in der Früh bis am Abend betreuen bekommen die Eltern überhaupt einmal Freiräume.
00:03:45: aber So wie du gesagt hast, die Geschwisterkinder sind eigentlich die, die immer zurückstecken im System und auch nicht die Ärmsten in seinem System.
00:03:53: Darunter leiden auch die Eltern weil sie sagen ich verspreche den gesunden Geschwistekind morgen gehen wir am Spielblau zu machen, mal gehen wir an eine Ausstellung und dann müssen sie am nächsten Mal jetzt leider sehr krank.
00:04:03: der Kind braucht und wir verschieben es auf dem Nächsten oder?
00:04:06: steckt immer zurück.
00:04:07: und deswegen haben wir gesagt, auch die stehen bei uns im Mittelpunkt.
00:04:10: Wir haben ein ganz großes Team von ehrenamtlichen Mitarbeitern, die sich um die gesunden Geschwisterkinder kümmern und zwar in einer eins zu eins Betreuung.
00:04:16: also jedes Geschwisters Kind bekommt einen Ehrenamtliche an die Seite gestellt und für eine Woche ist wirklich einmal das gesunde Geschwistekind im Mittelpunkt und kann sagen ich würde gerne mal das machen, ich würde gern mal das mache, ich würd das gern machen und die ehrenamtliche Mitarbeiterin oder der ehrenamenliche Mitarbeiter suchen Ja, dann machen wir das.
00:04:33: Ich bin ja mal nur für dich da die ganze Woche und das ist glaube ich auch etwas ganz Besonderes.
00:04:37: Und es werden dann auch die kleinen Sachen sein wie du sagst schonmal auf den Spielplatz gehen, einmal eine Runde vielleicht schwimmen gehen im Sommer, einmal ein Eis essen, ganz in Ruhe.
00:04:46: Glaubt das sein an die kleinen Dinge, die die Kinder dann wollen?
00:04:49: Genau oder einfach nur kuscheln oder eine Geschichte vorlesen am Spielplatz gehen.
00:04:57: Einfach einmal nur sagen, heute habe ich dich einmal exklusiv und ich darf mal aufs Suche machen, was ich gerne machen würde und das machen wir gemeinsam.
00:05:04: Ja und wie gesagt es ist also wenn man die Idee ist so logisch, den du gehabt hast mit deiner archen Herzensbücke, dass man sagt ja wirklich eigentlich wundert, daß dies nicht schon öfter gibt muss man auch wirklich sagen.
00:05:15: Das ist ja so naheliegend, dass genau diese Familien eigentlich die Auszeit brauchen.
00:05:21: Deswegen haut ab vor dieser Idee, dass die Umsetzung sicher auch für dich ein steiniger Weg mit der Gründung und das überall durchzubringen.
00:05:29: Und von dem her ja höchsten Respekt dafür dringend notwendig.
00:05:33: Danke!
00:05:34: Die Herausforderung ist jetzt nicht nur das Anzubieten für diese Familien also das Team aufzustellen an Pflegekräften, an Therapeuten, an Ehrenamtlichen.
00:05:41: Das muss man über eine lange Zeit aufbauen, das vertrauen sich auch bei den Eltern nochmal Er arbeiten, dass da diplomierte Pflegekräfte ein palliative Erkranktes Kind pflegen können und sich das Kind abgeben.
00:05:52: Das ist nur die eine Geschichte.
00:05:54: Die andere Geschichte sind natürlich die große Herausforderung.
00:05:56: Der Großteil aller dieser Angebote ist ja für die Familien kostenfrei.
00:06:00: Wenn es verrechnen würde und den Preis an die Eltern weiter geben könnte sie sich keine Familie leisten.
00:06:05: Und das glaube ich auch.
00:06:06: der Grund warum es jetzt kein zweites, kein drittes, kein viertes Mal gemacht wird werden dann durch die riesengroße... Entschuldigung!
00:06:12: ...die riesengrosse Herausforderung ist Spenden aufzutreiben, dass man diese Familien finanziell unterstützen können und was sie dann kommen können wenn sie es brauchen oder wenn sie das leisten können.
00:06:24: Und du hast gerade gesagt also die Familien können euch kontaktieren.
00:06:29: wie läuft in der Regel also Kontakt?
00:06:32: ob ich bin vielleicht betroffene Mama wäre ich schon von verschiedenen Institutionen.
00:06:39: sagen wir zu mir, die Aachenherzensbrücken fragts da mal nach oder wie ist so der normale Weg mit den Menschen zu dir kommen?
00:06:44: Ja ganz unterschiedlich.
00:06:45: Sehr oft ist es so dass mobile Kinderpflegeteams oder Kinderklinik wie im Entlassungsmanagement die Sozialarbeiter den Kontakt herstellen.
00:06:55: Sagen Sie, Ihr setzt mit den Kräften am Ende, ihr erkönst dich mehr!
00:06:57: Da gibt's eine Einrichtung und die Ache Herzensbrücke schreibt sich da mal hin, nimmt das Kontakt auf Oder sie suchen selber im Internet und finden uns oder sie sind ja untereinander sehr gut vernetzt.
00:07:07: Das heißt, in deine Familie war bei uns Erzähltern im Ihrem Netzwerk, du und mir waren da, die glaubten das ist für euch auch was, rufst du da mal an?
00:07:13: Und dann ist es ganz niederschwellig!
00:07:14: D.h.,
00:07:14: Sie schreiben unseren E-Mail mit ein paar Zeilen... Wie schaut's aus wie in der Familie?
00:07:20: Was hat das erkrankte Kind?
00:07:22: Wie viele Geschwister Kinder gibt's?
00:07:23: Wie gehts Ihnen?
00:07:24: Was bräuchten Sie?
00:07:25: Unsere fachliche Koordinatoren, die uns baratscher nimmt dann mit diesem Familienkontakt auf, ruft sie an, erzählen ihnen das beantwortet alle Fragen und schaut ob wir zusammen passen Und dann kommen sie einfach auf diese Liste und dann wird ihnen den Platz eingeboten.
00:07:40: Und das heißt auch, weil ich bin tatsächlich auf dich auch gekommen im Gespräch mit einer Mutter eben in Wittol, die selber betroffen ist mit einem schwer erkrankten Kind und gesagt hat ja irgendwie ... Sie hat sich ja gar nicht gedacht dass sie es sich da überhaupt melden darf, weil jetzt Wittols See fällt... Das ist ja nicht weit auseinander so quasi aber Wir wollen auch da, glaube ich, jeder darf sich bei euch melden.
00:08:03: Es darf sich jeder melden!
00:08:04: Also wir haben Familien aus ganz Österreich und aus allen Bundesländern.
00:08:07: Wir haben Anfangs- und Familien aus Deutschland bei uns.
00:08:10: Jeder darf sich melden Und nicht auf die Idee kommen wie eine andere Familie geht es vielleicht noch viel schlechter.
00:08:15: jetzt melde ich mich nicht Einfach melden... also sobald man diese Anfrage haben, bearbeiten wir sie geben relativ kurzzeitig dann eine Antwort zu der Familie.
00:08:30: Also das ist an meiner Stelle ja sehr gerne wiederzeit melden.
00:08:33: Das heißt und auch, wir haben gehört viel auch auf freiwilligen Arbeit.
00:08:40: Das heisst wenn Menschen jetzt zuhören, dass ich denke mal irgendwie dat die da gerne nochmal vorbeikämmen wollen mir das anschauen vielleicht auch was einbringen meine Zeit.
00:08:50: Ich glaube du bist immer sehr dankbar wenn sich die Menschen einfach direkt bei dir melden und fragen stellen.
00:08:56: Ich bin sehr dankbar, ja.
00:08:57: Weil eine ganz wichtige Säule ist eben das ehrenamtliche Mitarbeit und es sind mehrere Bereiche.
00:09:04: Einerseits geht's um die Betreuung der gesunden Geschwisterkinder, wo man sagt mal ich würde gerne ein bisschen Zeit da eindringen, um mit ihnen zu lesen, zu spielen einfach dort zu sein und den gesunden Schwesterkindern schöne Zeit zu ermöglichen.
00:09:17: aber andererseits haben wir ganz viel Bedarf auch in der hauswirtschaftlichen Unterstützung.
00:09:22: Wir haben viele ehrenamtlich in die Saison.
00:09:24: Ich mag jetzt Geschwister, Kinderbetreuung ist jetzt nicht so meins.
00:09:27: Aber ich würde gerne das Vorstücksbüffel herrichten und da ein bisschen mithelfen, dass wir noch abräumen oder beim Abendessen, das ein bissel darunter stützen auch in der Küche oder im Service.
00:09:36: Braucht sie so?
00:09:37: Sagen ja jederzeit!
00:09:38: Und auch da haben wir mittlerweile einen Team von auswirtschaftlich ehrenamtlichen Dienstgenosser unterstützen.
00:09:45: Einfach wenn jemand sagt, ich könnte mal vorstellen in der Mitarbeitung braucht ihr meine Unterstützung.
00:09:50: oder wie können sie einfach melden und in einem Gespräch wird das ausgekehrt.
00:09:53: Und die Antwort ist da wahrscheinlich meistens ja?
00:09:55: Die Antwort ist meistens Ja weil man dann immer etwas findet auf das man vielleicht vorher gar nichts denkt so wir nicht denken als auch der oder diejenige die sich bei uns melden gar nicht denkt.
00:10:09: Ein totales Herzensprojekt, muss man sagen.
00:10:11: Die Archenherzensbrücke steckt ja auch schon überall ins Herz drin wie bei uns beim Wipdall des sozialen Dienstes.
00:10:21: Hörblichkeit und Menschlichkeit ist das Allerwichtigste aber vielleicht... Wir haben jetzt schon viel über deine Arbeit gehört und was die Archen-Herzensbrücken so macht für die Familien?
00:10:34: Aber wie kommt man darauf, auf diese Idee so was ins Leben zu rufen?
00:10:39: Also ich bin jetzt selber kein betroffener Papa.
00:10:42: Aber wie gesagt vor vielen Jahren ist es mittlerweile über fünfzehn Jahre her hat der... Das beste Freund meines Sohnes sind ganz ein schweren Skiunfall gehabt mit Schädel hier im Traum und mit ganz vielen Knochenbrüchen, die Verletzungen von inneren Organen.
00:10:57: Die Ärzte haben lange gekämpft um sein Leben, haben den Kampf auch gewonnen und ihr habt dann gesehen wenn das Kind wieder in die Familie kommt.
00:11:02: was heißt es für die Familie?
00:11:04: Die Delastung rund um diese Erkrankung dieser schweren Verletzung.
00:11:08: Die Mama gibt dem Beruf aus des Familienenkommens halbiert.
00:11:11: Es geht sich hin und vor an finanziell nicht mehr aus.
00:11:13: Tag und Nacht wird gepflegt.
00:11:15: Und dann auch in zwei Stunden Rhythmus abgewechselt, damit kein epileptischer Anfall versäumen wird.
00:11:19: Und irgendwann sind die Eltern vollkommen fertig.
00:11:22: Dann hat diese Familie Spende bekommen und sich mit dieser Spende ein schönes Familienhotel, Kinder-Familienhotel in Tirol gesucht.
00:11:31: Um noch drei Tage war der Papa wieder da.
00:11:33: Und ich habe gesagt mal, es ist in der Notfolge gewesen mit dem Söckternar.
00:11:36: Wir haben dort eingecheckt.
00:11:38: Fünfundzwanzig Kinderbetreuer reiten Bogen schießen klettern, Schnitzlerk – ein Paradies für Kinder!
00:11:43: Mein Sohn, spastisch zwölf Jahre im Rollstuhl.
00:11:46: Wer von diesen Kindern betreuen war es wie ein spastischen Zwölfjährigen aus einem Rollstühl-Herauspunkt ohne dass er ihn weht oder nicht mehr das macht.
00:11:53: und selbst wenn sie ihn herausgebracht hätten was macht mein Sohn?
00:11:57: mit Schnitzeljagd?
00:12:00: Mit Bohnschiß?
00:12:01: Mit Gätern?
00:12:01: Mit irgendwelchen Suchspielen?
00:12:03: ja?
00:12:03: Und diese gehören bei epileptische Anfälle Dann hat den keiner mehr angegriffen.
00:12:07: Und dann haben wir uns wieder abgewechselt, das sind mal wieder meine Frau essen gegangen und ich war am Zimmer, dann bin die Essen gar nicht sicher im Sonn geblieben.
00:12:13: Da freue ich mich über nach Hause weil da habe ich Oma und Rupa, die passen mir wenigstens mit zwei drei Stunden auf einen Glasten nicht zu mindestens ein paar Stunden.
00:12:19: Das hab ich dort nicht einmal.
00:12:21: Und er hat gesagt was?
00:12:21: Wir sind Tourismusland Nummer eins in Tirol.
00:12:24: Für jede Zielgruppe gibt es ein Angebot für Singles, für Familien, für Ehepaare.
00:12:30: Ich habe sogar sechs Hotels oder sieben Hotels, wo ich meine Köre, Biriköre, Wellness, Massage und Haarschnitt für meinen Hund bekommen kann.
00:12:37: Und er hat gesagt das ist doch treuig!
00:12:38: Wenn ich jetzt einen Hund hätte, könnte ich mal vier oder fünf oder sechs Hotells aussuchen.
00:12:43: Wenn wir schwergangtes Kind abkundenieren sind von weder in Österreich noch in Deutschland an der Schweiz noch in Italien und haben gesagt ja es ist ein Armutszeugnis dann wäre ich der erste sein der das ändert und auch für diese Familienangebot geschafft.
00:12:54: Das war so diese Geburtsstunde von Ache Herzensbrücken.
00:12:57: Ich habe dann eben einen gemeinnützigen Verein gegründet, der der Träger ist von Acher Herzensbrucken, wo ich immer noch da oben bin.
00:13:02: Hab angefangen ein kleines Team zusammenzustellen und die ersten Spinnen zu sammeln.
00:13:07: Und so haben wir dann in den Falle den Verein gekründet.
00:13:09: In den Fallen des Jahrhunderts.
00:13:11: Die ersten Familien betreut.
00:13:13: Ja und mittlerweile haben wir über zehn Jahre Ache Herzensbrücken mit über dreieinundfünfzig Familien getreut und begleitet.
00:13:20: Als wenn man mehr das Team wird immer größer...
00:13:22: Also die Arche wächst?
00:13:24: Die Arche wächst.
00:13:25: Die Nachfrage ist sehr, sehr groß und hat viel mehr Anfragen als in einem Wältigen können.
00:13:30: Aber ja dafür sind wir eingetreten Und wir sind gute Dinge, dass man das ausweiten.
00:13:34: Wie läuft dann eigentlich die Aufnahme für so einen Aufenthalt ab?
00:13:39: Wie geht es dir dann nach Pflegegrad, wie kann man sich das vorstellen?
00:13:45: Früher war es so, dass wir zuerst anmelden bekommen in den Platz.
00:13:48: Das können wir sagen, weil die Wartelisten so lang sind.
00:13:50: Dann haben wir gesagt, die Schwere der Erkrankung zählt, das können wir auch nicht mehr sagen, denn wir nur mehr schwer erkrankte Kinder haben.
00:13:56: Sehr komplexe Krankheitsbilder... palliativ erkrankte Kinder, also wir können auch die Schwere nicht mehr hernehmen.
00:14:01: Jetzt schauen wir relativ intensiv in das Familiensystem hinein.
00:14:04: Das heißt gibt es doch vielleicht eine Oma an Opa ein Freundeskreis?
00:14:09: Ist dieser krankte Kind vielleicht in einer Schule den ganzen Tag und wird betreut und hält?
00:14:13: dann haben eher bis Lauszeit oder gibt es alleine erziehende Mama die sie hinten und vorne auskennt keine Unterstützung hat Und so was wird dann vorgezogen?
00:14:21: und die Familien, die Unterstützung eher noch zu Hause haben.
00:14:24: Die werden ein bisschen nach hinten gereiht und kommen ein bissel später mit ihrem Platz dran.
00:14:27: Okay das heißt ihr schaut es auch wirklich ganz genau an.
00:14:31: So fair wie möglich.
00:14:33: natürlich verdient jetzt natürlich jeder?
00:14:34: Jeder würde es brauchen.
00:14:36: Jeder der uns seine Geschichte erzählt sagen wir ja am besten wollen gleich zu uns kommen aber es geht halt leider
00:14:43: weiter.
00:14:44: Ja und was man ja auch sagen muss ich habe ja ein bisschen insider wissen Das Hotel, in dem ihr ja seid, in Seefeld.
00:14:52: Das ist von deiner Frau an euch übergegangen.
00:14:56: Es war wirklich ein Hotel vorher.
00:14:59: Es steht nicht nur Hotel Trauch, es war wirklich jahrelang ein Hotel und ihr dürft das jetzt als Hotel weiter verwenden.
00:15:06: Soweit ich war, ihr habt den Charme des Hotels so weit erhalten.
00:15:10: Ich hab die Zimmer natürlich adaptiert mit Pflegebetten, die Badezimmer natürlich.
00:15:15: aber vielleicht magst du noch was dazu erzählen.
00:15:17: zu eurem Haus?
00:15:18: Genau.
00:15:19: Das ist das Einzige, dass es wirklich ein Haus mit Hotelcharakter ist.
00:15:23: wie am Anfang schon gesagt haben und wir hatten ja fast zehn Jahre haben unsere Familien neben dem nicht betroffenen Familien meiner Frau im Hotel gehabt.
00:15:33: jetzt sind die Krankheitsbilder eben so komplex geworden was wir gesagt haben wir können's nicht mal den anderen Gästen nehmen.
00:15:38: und meine Frau durfte auch etwas früher in die Pension gehen und hat gesagt wenn ihr wollt könnt sie vom Verein das Hause übernehmen könnt umbauen wie ihr möchtet ich gebe euch freie Hand stehe ich auch mit Rad und Tat zur Seite, unterstütze euch hauswirtschaftlich.
00:15:52: Das haben wir mit heuer gemacht.
00:15:53: also wir haben vom Verein das Haus übernommen und haben sich finanziell auch ausgeht Pflegezimmer geschaffen, Familienpflegezimmer und haben aber auch da geschaut dass das nicht den Charakter eines Kliniks hat einer Klinik hat weil die Familien sagen wenn sie in unsere Pflegezimmers kommen sag mal das ist so schön selbst im Pflege Zimmer wo der sein krankte Kind schläft mit dem Pflegebett und wo man spülen, wo man alles drin hat.
00:16:16: Selbst dort ist wohnlicher Charakter drinnen oder da sind die Wärme drinnen und nicht wieder ein Klinikcharakter weil unsere Kinder kennen nur Klinikkarakter und das wollte man vermeiden und wir haben einfach auch dort einen Wohlfühlraum für diese Familien geschaffen dass sie auch einmal ein Stück Normalität in ihrem Familienpflegezimmer erreichen dürfen oder erleben dürfen.
00:16:37: Das ist uns ganz wichtig.
00:16:39: wie immer dieses Haus umbauen So bedürfnisgerecht wie möglich, es muss immer dieser Wohlfühl und Hotelcharakter bleiben weil das ist das was uns von allen anderen Einrichtungen unterscheidet.
00:16:49: Und die Rückmeldung der Familien ist für sie so wichtig und beschätzen sich so und da blühen Sie richtig auf wenn Sie einmal so ein Haus erleben wo Sie gerne nicht betroffene Familie auch mal sich füllen dürfen
00:16:59: oder?
00:17:00: Ja also einfach von.
00:17:01: ja wie du sagst die ganze Einrichtung und das ganze Feeling einfach nichts mit Krankenhaus zu tun hat.
00:17:08: Aber natürlich die Sachen, die man braucht wie ein Pflegebetten und sonstige Sachen, das auch verurteilt sind.
00:17:13: Es muss alles vor Ort sein, es muss einen Notfallwagen vor Ort werden, ein Monitor vor Ort, eine Infusion stehen da vor Ort.
00:17:19: Ein Pflegebett, so wie du das Thema Höhen verstellen kannst.
00:17:21: Das muss ja alles da sein.
00:17:23: Man kann das in einer sterben Klinik-Atmosphäre schaffen oder man kann es in einer Wohlfüllatmosphere schaffen.
00:17:31: Und das ist unser Anspruch, dass wir das in einem Wohlfeldatmosphere schaffen.
00:17:34: Ja, vor allem weil ich glaube für die Eltern ist es auch einfach wichtig.
00:17:36: Sie können glaub ich nur dann richtig abschalten und auch das Hotel genießen wenn sie wissen meinen Kindern geht's gut.
00:17:43: Genau!
00:17:44: Und wir wissen das vielleicht selber von unseren Auszeiten immer mal hinfahren.
00:17:46: man betritt ein Haus und fühlt sich wohl oder fühlst sich nicht wohl.
00:17:49: Die Atmosphäre macht sehr viel aus auch für die Psychien, für die Seele... ...und die Familien die psychisch und seelisch so belastet sind.
00:17:55: Wenn die wo hin fahren und sagen wow da fühle ich mir mal grundsätzlich wohl, dann ist das schon mal die halbe Mitte
00:18:01: ja?
00:18:01: Ja, sehr schön.
00:18:02: Und ja ich glaube du hast ein riesen tolles Team um die herumgeahnt ohne dass das alles nicht möglich wäre.
00:18:07: Ihr seid jetzt ja ... Ein super Team.
00:18:10: ihr arbeitet es gewaltig zusammen.
00:18:13: Ich glaube dein Team ein Applaus für von uns einen Dankeschön an das Team.
00:18:17: was dir so leisten und in Kombination mit dir was ihr da auf die Beine stellt ist einfach unglaublich!
00:18:24: So wie du sagst... Das war meine Vision und ich bin jetzt der Initiat von Grünen von Nachherzberg einen Team, das deine Vision mitträgt und dir hilft die Vision umzusetzen.
00:18:35: Könnte das nicht machen?
00:18:36: Und wir haben ein Superteam von Pflegekräften, von Terapeuten, von ganz vielen Ehrenamtlichen und gemeinsam ermöglichen wird es in den Betroffenenfamilien sowie du auch gesagt hast, auch Geherzensbrücken – das ist die Rhythmie und der Familien.
00:18:51: Das ist ganz viel Herzlichkeit da wie jeder, der da mitarbeitet Steckt ganz viel Herzblut selber damit hinein und versucht, den Familien einfach eine schöne Zeit zu ermöglichen.
00:19:00: Die spüren die Familien und diese Menschen finden uns, die bereit sind das zu geben Und das ist Gostin, die Rückmeldung der Familien.
00:19:10: Also nicht der Familie sondern der Mitarbeiter, die sagen, einig sind trotzdem wir die beschenken.
00:19:14: Obwohl wir unsere Zeit schenken, wo wir unseren Know-how schenkt und unser Herzblut schenke.
00:19:19: aber wir sind die Beschenken weil wir so viel zurückbekommen in dieser Woche.
00:19:22: Man kriegt
00:19:22: viel was zurück,
00:19:23: du sagst es dir ja.
00:19:24: Es sein Geben und Nehmen
00:19:26: Und ich glaube, ein Kinderlachen ist eine sehr hohe Währung, die man zurückbekommt.
00:19:32: Wenn man es von einem schwer erkrankten Kind, das vielleicht wunderbar alles in sich kommt und er äußern kann, trotzdem merkt es geht einen guten.
00:19:37: Das kommt dann auch an Lachen oder die Eltern zu sagen.
00:19:40: Man hat noch nie so wohl wie viel Wind dieser Woche von der Symptom-Ausaufe und der Symtomatik her oder auch von den Minigästen her, wenn man das hört als Mitarbeiter, als Mitarbeiterin.
00:19:50: Das ist viel wert.
00:19:51: Ich glaube,
00:19:51: es gibt nichts Ehlereres wie ein Lachen eines Kindes.
00:19:54: Es
00:19:54: gibt nichts Erlächeres und nichts Schöneres?
00:19:56: Ja so ist das genau!
00:19:57: Und zum Abschluss stelle ich ja immer die Frage was du so mitgeben möchtest aber vielleicht machen sie in dem Fall ein bisschen konkreter.
00:20:04: Eine Familie, eine Person... Unser Bock hat natürlich auch viel im Wipptall gehört.
00:20:10: Im Wipptal hört dich und denkt sich, ich habe vielleicht ein schwer erkranktes Kind, kenne jemanden der ein schwerer erkranketes Kind hat Herr jetzt zum ersten Mal von der Arche Herzensbrücke, was machst du dem mitgeben?
00:20:28: Ich möchte die Familie Folgendes nicht überlegen.
00:20:33: Ein kurzer E-Mail schreiben einen kurzen Anruf debigen und alles andere ergibt sich dann durch dieses Gespräch, durch die Beantwortung des Emails.
00:20:40: nicht zu viel denken einfach diese Hilfe annehmen dafür sind wir da das machen wir gerne.
00:20:46: Und ihr habt mir gesagt, Erfolg heißt auch dass das Leben eines Menschen ein bisschen leichter ist weil du gelebt hast.
00:20:52: Das heißt, das ist unsere Aufgabe euch das Leben ein bisschen zu erleichtern.
00:20:55: also einfach meldet's euch ganz niederschwellig!
00:20:58: Das wäre die große Bitte und unser Angebot.
00:21:01: Ja sehr schön ja und es war mir wie immer eine Freude.
00:21:07: Es ist total schön was wir so im Podcast immer wohin uns dann die Reise führt.
00:21:12: im Podcast Auch der Host, wie schon die anderen auch.
00:21:16: Scheiztechnik nimmt Hilfe an.
00:21:19: Gebt's was wenn ihr geben könnt?
00:21:21: Wenn ihr geben wollt man bekommt immer etwas zurück von dem her.
00:21:25: vielen Dank an dich host dass du heute bei mir warst das uns ein bisschen einen Einblick gegeben hast in eure Arbeit.
00:21:31: und wer natürlich mehr wissen will die ganzen Kontaktdaten kommen in die Shownots.
00:21:36: Wer irgendwie Kontakt aufnehmen möchte zu dir zum Team ja kann dann somit mit euch in Kontakt treten.
00:21:42: Dir nochmal danke, dass du da warst und es war ein sehr feines Gespräch zu dir.
00:21:46: Vielen Dank!
00:21:46: Vielen
00:21:47: Dank auch für die Einladung und auch für deine angenehmen Fragen.
00:21:50: Danke schön.
Neuer Kommentar